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Wie macht man PDFs barrierefrei?

Barrierefreie PDFs sind essenziell, damit alle Menschen – unabhängig von körperlichen oder kognitiven Einschränkungen – Zugang zu digitalen Informationen erhalten. Die Erstellung solcher Dokumente erfordert sowohl technisches Know-how als auch ein Bewusstsein für die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer. Im Folgenden werden die wichtigsten Schritte und Herausforderungen bei der Erstellung barrierefreier PDFs erläutert.

Schautafel für das Herstellen barrierefreier PDF-Dokumente
© KI-generiert (ChatGPT)

Strukturierung und Tagging

Der wichtigste Schritt ist die korrekte Strukturierung des Dokuments. Überschriften, Listen, Tabellen und Absätze müssen mit sogenannten Tags versehen werden, die ihre Funktion im Dokument beschreiben. Nur so können Screenreader und andere Hilfsmittel die Inhalte korrekt interpretieren und wiedergeben. Fehlerhaftes Tagging – etwa wenn Überschriften als Listenpunkte ausgezeichnet werden – kann dazu führen, dass die Navigation für Nutzerinnen und Nutzer mit Screenreader erheblich erschwert wird. Ein bekanntes Problem ist, dass manche Programme wie Adobe Acrobat oder InDesign Überschriften fälschlicherweise als Listen auszeichnen. Das führt dazu, dass die Navigation nach Überschriften nicht mehr möglich ist und Listen irritierend wirken.

Alternativtexte für Bilder

Alle nicht-textlichen Inhalte, wie Bilder oder Grafiken, müssen mit Alternativtexten versehen werden. Diese Texte beschreiben den Inhalt oder die Funktion des Bildes und sind für blinde oder sehbehinderte Menschen unerlässlich. Automatisierte Prüfwerkzeuge können das Vorhandensein von Alternativtexten erkennen und melden, wenn sie fehlen. Allerdings können sie nicht beurteilen, ob der Text inhaltlich sinnvoll ist.

Automatisierte und manuelle Tests

Automatisierte Tests, wie sie beispielsweise mit PAC oder VERA-PDF durchgeführt werden, prüfen technische Kriterien wie die korrekte Auszeichnung von Elementen oder das Vorhandensein von Alternativtexten. Sie bieten einen schnellen Überblick und helfen, Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden. Allerdings stoßen sie an ihre Grenzen, wenn es um die tatsächliche Nutzbarkeit für Menschen mit Behinderung geht. Deshalb ist eine manuelle Prüfung mit assistiven Technologien und visueller Kontrolle unerlässlich. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle Informationen korrekt und verständlich zugänglich sind.

Praktische Hinweise und Tools

Im CMS der Stadt Hamburg ist das Tool VERA-PDF integriert, das zuverlässig technische Barrieren erkennt. Elemente, die die Nutzbarkeit für Menschen mit Behinderung nicht einschränken, können von der fachlichen Leitstelle entfernt werden. Alle anderen müssen erhalten bleiben. Eine ausführliche Anleitung und Testverfahren finden sich unter: https://pdftest.bit-inklusiv.de/.

Fazit

Barrierefreie PDFs entstehen durch die Kombination aus technischer Sorgfalt, automatisierten Prüfungen und manueller Kontrolle. Nur so wird sichergestellt, dass digitale Dokumente für alle Menschen zugänglich sind.

(Text: KI-generiert)